Zysten an den Eierstöcken

Frauen im gebärfähigen Alter entwickeln jeden Monat vor dem Eisprung Follikel. In diesen Follikeln wächst die Eizelle heran. Beim Eisprung (wenn der Follikel einen Durchmesser von 18-20 mm hat) reißt der Follikel auf und die Eizelle wird vom Eileiter aufgefangen.

In einigen Fällen reißt der Follikel nicht auf. Das kann bei einer Hormonstimulation im Rahmen einer Fertilitätsbehandlung oder aus anderen unbekannten Gründen der Fall sein. Stattdessen bilden sich Zysten, die meistens mit Flüssigkeit gefüllt sind und in einigen wenigen Fällen Blut enthalten können. Meistens sind diese Zysten sehr klein und verschwinden wieder von selbst. Sie können jedoch auch wachsen und eine Behandlung notwendig machen.

SYMPTOME

Da Zysten oft recht klein sind, treten häufig keine Symptome auf, wenn man eine Zyste hat. In einigen Fällen können jedoch unter anderem die folgenden Symptome auftreten:

  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Ein sichtbar größerer Bauch
  • Schweregefühl im Unterleib
  • Häufiges Wasserlassen
  • Probleme beim Leeren der Blase

Größere Zysten können plötzlich reißen. Dabei tritt die Flüssigkeit in die Bauchhöhle aus; wenn die Zyste blutgefüllt ist, können Blutungen entstehen. Dies kann starke Schmerzen verursachen, die eventuell mit Fieber verbunden sind. Es ist wichtig, dass Sie in diesem Fall die Klinik kontaktieren.

Es kommt auch vor, dass Zysten sich selbst abschnüren. Sie wickeln sich um sich selbst und schneiden dadurch die Blutzufuhr ab. Auch dies kann starke Schmerzen verursachen, bei denen Sie die Klinik kontaktieren müssen.

BEHANDLUNG

Durch eine Ultraschalluntersuchung und ggf. eine Blutprobe findet der Arzt heraus, ob die Zyste beobachtet werden oder durch eine endoskopische Operation entfernt werden muss.

Wenn die Zyste beobachtet werden muss, erhalten Sie in der Regel nach 1-6 Monaten einen Kontrolltermin. Fertilitätspatientinnen warten mit der Behandlung bis zum nächsten Zyklus, an dessen zweiten oder dritten Tag sie zur Ultraschalluntersuchung kommen. Anschließend wird über den weiteren Verhandlungsverlauf entschieden.

Wenn die Zyste entfernt werden muss, erhalten Sie einen Operationstermin, zu dem der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt wird. Die Operation kann durchgeführt werden, ohne dass die Eierstöcke beschädigt werden. Wenn Sie die Wechseljahre hinter sich haben und bei Ihnen eine Zyste festgestellt wird, die entfernt werden muss, wird oft empfohlen, dass Sie sich die Eierstöcke entfernen lassen, um das Entstehen bösartiger Zysten zu verhindern. 

Im Folgenden können Sie mehr über den Ablauf der Operation lesen.

VORBEREITUNG

Das Entfernen einer Zyste am Eierstock ist meistens ein kleiner Eingriff, sodass die meisten Patientinnen 2-4 Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen können. Da die Betäubung Nebenwirkungen hat, ist es wichtig, dass ein Verwandter Sie abholt und sich den Rest des Tages um Sie kümmert. Es ist wichtig, vor der Operation mit dem Arzt zu besprechen, welche Medikamente Sie einnehmen, da es einige Präparate gibt, die im Zusammenhang mit der Operation nicht genommen werden dürfen. Es ist ratsam, mit dem Rauchen aufzuhören, da Rauchen die Wundheilung hemmt. Es wird auch empfohlen, in der ersten Zeit nach dem Eingriff nicht zu rauchen.

Fastenregeln:

  • In den letzten sechs Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts essen
  • Sie können bis zu zwei Stunden vor der Operation Wasser und Saft trinken
OPERATION

Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt. Ihnen wird eine Infusion am Handrücken angelegt, über die das Betäubungsmittel verabreicht wird. Meistens werden Zysten mit einem optischen Gerät (einem Laparoskop) entfernt. In den meisten Fällen werden drei kleine Operationsschnitte am Bauch vorgenommen: einer neben dem Nabel und einer weiter unten auf einer oder beiden Seiten des Bauches. Die Schnitte sind etwa 1 cm lang. Manche Patientinnen haben Verwachsungen oder Narbengewebe, sodass ein etwas größerer Operationsschnitt gemacht werden muss.

Das gesamte entfernte Gewebe wird an das Pathologische Institut geschickt, wo es unter dem Mikroskop untersucht wird. Sie können ca. 14 Tage nach der Operation ein Ergebnis erwarten.

NACHKONTROLLE

Nach der endoskopischen Operation werden die Operationsschnitte inwendig mit einem selbstauflösenden Faden geschlossen und es wird ein spezielles Klebeband auf der Haut verwendet. Es müssen also keine Fäden gezogen werden. Es wird empfohlen, einen Monat nach der Operation zur Nachkontrolle zu kommen.

GUT ZU WISSEN

Schmerzen: Schmerzen sind nach der Operation normal. Ihr Bauch ist möglicherweise aufgebläht, und es können Schmerzen von der rechten Schulter ausgehen. Die Beschwerden halten einige Tage an.

Hygiene: Nach 24 Stunden können Sie duschen. Ein eventuell angelegter Verband wird vor dem Duschen abgenommen und die Wunden werden mit einem Handtuch trockengetupft. Anschließend sollten die Wunden am besten Luft bekommen. Wenn die Wunden leicht eitern, können Sie einen sauberen Verband anlegen.

Aktivitäten: Nach einer endoskopischen Operation sollten Sie sich für 1-2 Wochen krankschreiben lassen. Bei einem größeren Operationsschnitt wird eine Krankschreibung für 3-4 Wochen empfohlen. Nach einer endoskopischen Operation müssen Sie sich beim Heben und in Ihren Aktivitäten nicht einschränken. Sie sollten sich jedoch niemals über die 'Schmerzgrenze' hinaus belasten. Bei einem größeren Operationsschnitt dürfen Sie in den ersten vier Wochen nach der Operation keine schweren Gegenstände (über 10 kg) heben oder anstrengende Sportarten wie Badminton, Tennis oder ähnliche Sportarten betreiben. Gemäßigte Bewegung wie Laufen, Fahrradfahren, Spaziergänge usw. können Sie wieder aufnehmen, wenn Sie sich gesund fühlen. Schwimmen können Sie erst wieder nach ca. 14 Tagen, wenn die Wunden verheilt sind.

NEBENWIRKUNGEN UND KOMPLIKATIONEN

Wenn Sie starke Schmerzen, Fieber oder Symptome einer Infektion haben, sollten Sie unbedingt die Klinik unter +45 8612 6121 oder +45 2320 4221 kontaktieren.