Untersuchungen

Die Ursache für Kinderlosigkeit und fehlende Fruchtbarkeit kann bei der Frau oder beim Mann liegen. In einigen Fällen gelingt es nicht, die Ursache festzustellen, aber um die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Behandlung das gewünschte Resultat hat, ist es wichtig, eine möglichst gründliche Diagnostik durchzuführen.

DIAGNOSTIKPROGRAMM FÜR FRAUEN

  • Blutprobe für Test auf HIV und Hepatitis
  • Abstrich zum Testen auf Chlamydien, Mykoplasmen, Ureaplasma urealyticum 
  • Zellabstrich vom Gebärmutterhals
  • Durchgängigkeitsprüfung von Gebärmutterhöhle und Eileitern mit Ultraschall (HSU) 
  • Blutprobe für die Hormonanalyse, unter anderem auf AMH
  • Erweitertes Hormonprofil – bei Verdacht auf PCO 
  • Hysteroskopie bei Verdacht auf Polypen oder nach mehreren Fehlgeburten

DIAGNOSTIKPROGRAMM FÜR MÄNNER

  • Blutprobe für Test auf HIV und Hepatitis
  • Spermaanalyse (wenn die Menge der Samenzellen stark reduziert ist, können ergänzende Untersuchungen erforderlich sein, wie Ultraschalluntersuchung der Hoden und erweitertes Hormonprofil)

HIV- UND HEPATITIS-TEST VOR BEHANDLUNGSBEGINN ERFORDERLICH

Laut der EU-Richtlinie für gespendete menschliche Gewebe und Zellen ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Paare vor Beginn der Fertilitätsbehandlung auf HIV, Hepatitis B (HbsAG und Anti-HBc) und Hepatitis C (Anti-HCV-Ab) getestet werden.

Die Blutabnahme und Analyse kann hier in der Klinik vorgenommen werden.

OPTIONEN FÜR DIE BEHANDLUNG NACH DER UNTERSUCHUNG

Je nach Ursache der Kinderlosigkeit gibt es eine Reihe verschiedener Behandlungsmöglichkeiten:

KÜNSTLICHE BEFRUCHTUNG IVF Künstliche Befruchtung, auch Reagenzglasbehandlung und Eizellentransplantation genannt
ICSI Befruchtung der Eizelle durch Mikroinsemination, d. h. es wird eine einzelne Samenzelle in die Eizelle eingespritzt
EIZELLENDIAGNOSTIK (PGD) Bedeutet, dass man an der befruchteten Eizelle genetische Krankheiten diagnostiziert, deren Träger der Mann oder die Frau nachgewiesenermaßen sind, z. B. Chorea Huntington oder Mukoviszidose.
EIZELLENSCREENING (PGS) Bedeutet ein Screening der befruchteten Eizelle, um sicher zu gehen, dass 23 Chromosomenpaare (22 Autosome und die Geschlechtschromosomen X und Y) vorhanden sind, d. h. dass die Eizelle eine normale Chromosomenanzahl aufweist.
ASSISTED HATCHING Im Labor wird ein kleiner Bereich der Hülle der Eizelle perforiert, bevor diese wieder in die Gebärmutter eingesetzt werden
TESA Chirurgische Samenzellenentnahme aus den Hoden, wenn der Mann sterilisiert ist oder nicht auf gewöhnliche Weise Sperma abgeben kann
EINFRIEREN VON EIZELLEN Einfrieren hochwertiger befruchteter Eizellen nach einer IVF-Behandlung
EINFRIEREN VON SPERMA Einfrieren von Sperma in folgenden Fällen:
- Wenn der Mann vor einer medizinischen Behandlung steht, die sich schädlich auf die Samenzellen auswirken kann
- Wenn es für den Mann am Tag der Eizellenentnahme schwierig ist, Sperma abzugeben
- Wenn der Mann am Tag der Befruchtung oder Eizellenentnahme nicht erscheinen kann
- Wenn der Mann erwägt, sich sterilisieren zu lassen
INSEMINATION IUI Inseminationsbehandlung mit dem Samen des Partners (IUI-H) 
Inseminationsbehandlung mit Spendersamen (IUI-D)