Endoskopische Untersuchungen

GEBÄRMUTTERMUNDUNTERSUCHUNG (KOLPOSKOPIE)

Die Kolposkopie ist eine Untersuchung des Gebärmuttermundes.

Zellveränderungen im Gebärmutterhals werden im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen bei Ihrem eigenen Arzt entdeckt. Bei etwa 5 % der dabei entnommenen Proben finden sich Zellveränderungen. Dabei handelt es sich um atypische Zellen oder Zellen mit Dysplasie, was in einigen wenigen Fällen ein Vorstadium von Krebs sein kann.

Wenn die Zellprobe atypische Zellen oder Zellveränderungen (Dysplasie) aufweist, muss eine optische Untersuchung vorgenommen werden, bei der Gewebeproben am Gebärmutterhals entnommen werden. Wenn bei der Untersuchung der Gewebeproben atypische Zellen oder leichte Zellveränderungen gefunden werden, ist es absolut vertretbar, nach 4-6 Monaten erneut eine Probe zu nehmen. Wurden bei einer Frau unter 37 Jahren moderate Zellveränderungen festgestellt, ist es ebenfalls vertretbar, eine erneute Probe abzuwarten. Oft verschwinden die Veränderungen ganz von selbst. Wenn die Untersuchung der Gewebeprobe bestätigt, dass es sich um eine moderate oder schwere Dysplasie handelt, wird bei Frauen ab 37 Jahren eine Entfernung der Zellveränderungen empfohlen. Das kann durch eine Konisation geschehen.

Auf die Untersuchung muss man sich nicht vorbereiten. Allerdings dürfen Sie zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht Ihre Menstruation haben. Für die Untersuchung wird ein Kolposkop verwendet, ein Fernglas-ähnliches Vergrößerungsglas mit einer hellen Lampe. Durch dieses Gerät können Gynäkologen verdächtig aussehende Bereiche prüfen. Mithilfe von Essig werden Veränderungen besser sichtbar gemacht. Anschließend werden Gewebeproben genommen, die im Pathologischen Institut unter dem Mikroskop genauer untersucht werden. Eine Kolposkopie ist schmerzfrei und hat keine Nachwirkungen. Nach etwa 14 Tagen rufen Sie in der Klinik an, um das Ergebnis der Probe zu erfahren.

GEBÄRMUTTERSPIEGELUNG (HYSTEROSKOPIE)

Die Hysteroskopie ist eine endoskopische Untersuchung der Gebärmutter.

Die Untersuchung wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf Polypen, ein Fibrom oder ein starkes Wachstum der Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutterhöhle vorliegt.

Die Untersuchung dauert 10-15 Minuten und wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei wird ein endoskopisches Gerät (ein Hysteroskop) durch die Scheide und den Gebärmutterhalskanal eingeführt. Nach der Untersuchung empfinden Sie möglicherweise leichte Beschwerden wie während Ihrer Menstruation. Es sind für einen Zeitraum von 24 Stunden nach der Untersuchung leichte Blutungen zu erwarten.

UNTERLIEBSSPIEGELUNG (LAPAROSKOPIE)

Die Laparoskopie ist eine endoskopische Untersuchung des Unterleibs.

Sie wird angewandt, um einen Überblick über die Gebärmutter, die Eileiter und die Eierstöcke zu erhalten. 

Die Untersuchung wird bei den folgenden Untersuchungen und Eingriffen vorgenommen:

  • Entfernen von Zysten an den Eierstöcken
  • Untersuchung der Durchgängigkeit der Eileiter
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter nach einer Sterilisation
  • Entfernen von Wucherungen an den Eileitern
  • Entfernen verschlossener Eileiter
  • Untersuchung bei Verdacht auf Endometriose 
  • Operation bei Endometriose
  • Sterilisation
  • Gebärmutterentfernung

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Dabei wird ein schmales Rohr, das ein optisches Gerät (Laparoskop) enthält, durch ein kleines Loch am Nabel eingeführt. Anschließend wird Luft eingeleitet, sodass man einen Überblick über Gebärmutter, Eileiter und Eierstöcke erhält. Je nachdem, welche Untersuchung oder Operation vorgenommen wird, können ein oder mehrere Hilfsinstrumente durch kleine Öffnungen in der Bauchdecke eingeführt werden.

Bei Operationen wird diese Form der endoskopischen Untersuchung gerne verwendet, da sie erheblich weniger Beschwerden für den Patienten verursacht als eine traditionelle offene Operation. Sie verursacht weniger Blutungen und beinhaltet ein minimales Risiko, Gewebe zu verletzen, ein geringeres Verwachsungsrisiko und weniger Schmerzen.

BLASENSPIEGELUNG (ZYSTOSKOPIE)

Die Zystoskopie ist eine Schlüssellochuntersuchung der Blase und der Harnröhre.

Die Untersuchung wird durchgeführt, um zu prüfen, ob Polypen, eine Vorwölbung oder Verdickung der Blasenwand oder Geschwüre in der Blase vorliegen. Außerdem wird die Funktion der Klappe zwischen der Blase und dem Harntrakt überprüft.

Die Untersuchung dauert ca. 15 Minuten. In der Regel benötigen Sie eine lokale Betäubung. Es wird ein schmales Rohr mit einem beleuchteten Mikroskop (Zystoskop) in die Blase eingeführt. Gleichzeitig wird eine Salzlösung in die Blase gespritzt, um das gesamte Organ sehen zu können. Wenn bei Ihnen beispielsweise ein Polyp entfernt werden soll, erhalten Sie eine Vollnarkose. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten, und je nachdem, welche Operation durchgeführt wird, können weitere Instrumente eingeführt werden.