Zellveränderungen im Gebärmutterhals - Konisation

Zellveränderungen im Gebärmutterhals werden im Rahmen der regelmäßigen Kontrollen beim eigenen Arzt entdeckt.

Bei etwa 5 % der dabei entnommenen Proben werden Zellveränderungen gefunden. Dabei handelt es sich um atypische Zellen oder Zellen mit Dysplasie, die ein Vorstadium von Krebs sein können.

Wenn in den Zellproben atypische Zellen oder eine leichte Dysplasie gefunden werden, ist es absolut vertretbar, nach 4-6 Monaten erneut eine Probe zu nehmen. Oft verschwinden die Veränderungen ganz von selbst.

Wenn die Zellprobe eine moderate oder schwere Dysplasie aufweist, müssen eine endoskopische Untersuchung durchgeführt und einige kleine Gewebeproben am Gebärmutterhals entnommen werden. Die Gewebeproben werden im Pathologischen Institut unter dem Mikroskop genauer untersucht.

IMPFEMPFEHLUNG GEGEN EINE HPV-INFEKTION (HUMANE PAPILLOMVIREN)

Prinzipiell kann sich jeder, der sexuell aktiv ist, mit HPV infizieren. Die Infektion kommt so häufig vor, dass man sie auch als eine Art 'sexuelle Erkältung' bezeichnet. Eine HPV-Infektion ist oft symptomfrei. Eine chronische HPV-Infektion kann zu schweren Zellveränderungen am Gebärmutterhals führen, die sich im schlimmsten Fall zu Gebärmutterkrebs entwickeln können. Auch wenn Zellveränderungen am Gebärmutterhals diagnostiziert und behandelt wurden, wird eine Impfung empfohlen, da es mehrere Typen von HPV gibt.

BEHANDLUNG VON ZELLVERÄNDERUNGEN - KONISATION

Wenn die Gewebeproben bestätigen, dass es sich um eine mittlere oder schwere Dysplasie handelt, wird empfohlen, die Veränderungen zu entfernen. Das kann durch eine Konisation geschehen. Dieser kleine Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt. In einigen Fällen reicht eine lokale Betäubung aus. Zweck des Eingriffs ist es, den kleinen Bereich des Gebärmutterhalses, an dem bei der optischen Untersuchung (Kolposkopie) Zellveränderungen festgestellt wurden, zu entfernen. Der entfernte Bereich wird an das Pathologische Institut geschickt. 

Im Folgenden können Sie mehr über den Ablauf der Operation lesen.

VORBEREITUNG

Eine Konisation ist ein kleiner Eingriff; das bedeutet, dass Sie 1-2 Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen können. Da die Betäubung Nachwirkungen hat, ist es wichtig, dass ein Verwandter Sie abholt und sich den Rest des Tages um Sie kümmert.

Es ist wichtig, vor der Operation mit dem Arzt zu besprechen, welche Medikamente Sie einnehmen, da es einige Präparate gibt, die im Zusammenhang mit der Operation nicht genommen werden dürfen. Wenn Sie beispielsweise wegen Diabetes behandelt werden, dürfen Sie am Morgen des Operationstages keine Tabletten oder Insulin einnehmen. Nehmen Sie das Medikament am Operationstag jedoch mit.

Fastenregeln:

  • In den letzten sechs Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts essen
  • Sie können bis zu zwei Stunden vor der Operation Wasser und Saft trinken
OPERATION

Meistens wird die Konisation unter Vollnarkose durchgeführt. Ihnen wird eine Infusion am Handrücken angelegt, über die das Betäubungsmittel verabreicht wird. Die Operation erfolgt über die Scheide und dauert 10-15 Minuten. Mithilfe einer Schlinge wird ein kegelförmiges Gewebestück am Gebärmutterhals entfernt. Das Gewebe wird an das Pathologische Institut geschickt, wo es unter dem Mikroskop untersucht wird, um sicherzugehen, dass die Bereiche mit Zellveränderungen wirklich entfernt wurden. Sie können 8-10 Tage nach der Operation mit einem Ergebnis rechnen.

NACH DER OPERATION

Nach der Operation sollten Sie sich für den Rest des Tages schonen. Am Tag nach der Operation rufen unsere Krankenschwestern Sie an, um zu fragen, wie es Ihnen geht.

NACHKONTROLLE

Wenn alle Zellveränderungen entfernt wurden, wird empfohlen, nach drei Monaten einen Zellabstrich machen zu lassen. Wenn diese Probe keine anormalen Zellen aufweist, sollte man jeweils nach sechs und nach zwölf Monaten beim eigenen Arzt einen Zellabstrich machen lassen. Anschließend muss zehn Jahre lang lediglich einmal pro Jahr ein Zellabstrich gemacht werden. Etwa 95 % der Patientinnen weisen nach der ersten Konisation keine Zellveränderungen mehr auf.

GUT ZU WISSEN

Blutungen: Es handelt sich hierbei um einen kleinen Eingriff. In der Heilphase können nach dem Eingriff jedoch 1-3 Wochen lang leichte Blutungen oder bräunlicher Ausfluss vorkommen.

Schmerzen: Menstruationsähnliche Schmerzen sind normal. Diese Schmerzen legen sich oft nach einigen Stunden. Die Klinik gibt Ihnen einige schmerzlindernde Tabletten mit.

Hygiene: Um eine Infektion zu vermeiden, dürfen Sie in diesem Zeitraum keine Tampons verwenden. Vermeiden Sie Wannenbäder, Schwimmbäder und das Schwimmen im Meer. Sie können aber ohne Probleme duschen.

Aktivitäten und Sex: Vermeiden Sie in den ersten 8-10 Tagen nach der Operation schwere körperliche Arbeit und Training. Ansonsten müssen Sie sich ab dem Tag nach der Operation nicht einschränken. Vermeiden Sie Geschlechtsverkehr, bis die Blutungen aufhören.

NEBENWIRKUNGEN UND KOMPLIKATIONEN

In äußerst seltenen Fällen können Komplikationen auftreten. Wenn Sie starke Schmerzen, Fieber oder stärkere Blutungen haben als normalerweise während Ihrer Menstruation, sollten Sie unbedingt die Klinik unter +45 8612 6121 oder +45 2320 4221 kontaktieren.