Polyp im Gebärmutterhöhle

Polypen (auch Schleimhautpolypen genannt) sind traubenförmige Wucherungen, die sich in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutterhöhle befinden. Es können ein oder mehrere Polypen gleichzeitig vorkommen. Sie werden bei 10-20 % der prämenopausalen und postmenopausalen Frauen festgestellt, die aufgrund von Blutungsstörungen untersucht werden, und sind meistens gutartig. 

SYMPTOME

Polypen sind meistens gutartig; bei einigen Frauen verursachen sie jedoch Beschwerden wie:

  • Blutungen außerhalb der Menstruation 
  • Blutungen im Zusammenhang mit Geschlechtsverkehr 
  • Ausfluss – stark und dünn 
BEHANDLUNG

Die Polypen werden entfernt. Dies erfolgt entweder mit einem kleinen optischen Gerät oder im Rahmen einer größeren endoskopischen Operation mit Dehnung des Gebärmutterhalses.

Wenn ein oder mehrere Polypen in der Gebärmutterhöhle vorhanden sind, werden diese durch eine endoskopische Operation entfernt. Da der Gebärmutterhals gedehnt werden muss, erfolgt diese Operation unter Vollnarkose.

Im Folgenden können Sie mehr über den Ablauf der Operation lesen.

VORBEREITUNG

Der Eingriff wird meistens ambulant durchgeführt. Das heißt, dass Sie noch am selben Tag, 2-4 Stunden nach dem Eingriff nach Hause gehen können.

Es ist wichtig, dass Sie nach dem Aufenthalt in der Klinik einen Angehörigen haben, der Sie abholt und sich den Rest des Tages um Sie kümmert. Es ist wichtig, vor der Operation mit dem Arzt zu besprechen, welche Medikamente Sie einnehmen, da es einige Präparate gibt, die im Zusammenhang mit der Operation nicht genommen werden dürfen.

Fastenregeln:

  • In den letzten sechs Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts essen
  • Sie können bis zu zwei Stunden vor der Operation Wasser und Saft trinken
OPERATION

Die Operation wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert 20-30 Minuten. Ihnen wird eine Infusion am Handrücken angelegt, über die das Betäubungsmittel verabreicht wird. Ein kleines optisches Gerät (ein Hysteroskop) wird über die Scheide und den Gebärmutterhals eingeführt. Die Gebärmutterhöhle wird mit einer Salzlösung gedehnt, sodass man mit dem Hysteroskop ein gutes Bild erhält. Mithilfe einer Schlinge werden die Polypen entfernt. Das entfernte Gewebe wird an das Pathologische Institut geschickt, wo es unter dem Mikroskop untersucht wird. Sie können ca. 10 Tage nach der Operation mit einem Ergebnis rechnen. 

NACH DER OPERATION

Nach der Operation sollten Sie sich für den Rest des Tages schonen. Am Tag nach der Operation rufen unsere Krankenschwestern Sie an, um zu fragen, wie es Ihnen geht.

NACHKONTROLLE

Vier Monate nach Ihrer Operation kommen Sie zur Nachkontrolle.

GUT ZU WISSEN

Schmerzen: Wehen- oder menstruationsähnliche Schmerzen sind nach der Operation normal. Diese entstehen durch das Zusammenziehen der Gebärmutter.

Blutungen: Sie werden nach dem Eingriff 1-2 Wochen lang menstruationsähnliche Blutungen haben. Dann hören die Blutungen allmählich auf. Sie werden jedoch noch einige Wochen lang Ausfluss oder leichte Blutungen haben.

Hygiene: Um eine Infektion zu vermeiden, dürfen Sie keine Tampons verwenden, bis die Blutungen aufhören. Vermeiden Sie nach der Operation mindestens vier Wochen lang Wannenbäder, Schwimmbäder und das Schwimmen im Meer. Sie können aber ohne Probleme duschen.

Aktivitäten und Sex: Rechnen Sie damit, nach dem Eingriff etwa eine Woche lang krankgeschrieben zu sein. Nach einer Woche können Sie auch wieder Sport treiben. Vermeiden Sie Geschlechtsverkehr, bis die Blutungen aufhören.

NEBENWIRKUNGEN UND KOMPLIKATIONEN

Wenn Sie starke Schmerzen, Fieber oder stärkere Blutungen haben als normalerweise während Ihrer Menstruation, sollten Sie unbedingt die Klinik unter +45 8612 6121 oder +45 2320 4221 kontaktieren.