Chirurgischer Schwangerschaftsabbruch

Jedes Jahr werden ca. 17.000 indizierte Schwangerschaftsabbrüche in Dänemark vorgenommen. Es werden sowohl medikamentöse als auch chirurgische Abbrüche durchgeführt. Hierbei ist es wichtig, dass die wirksamste Methode des Schwangerschaftsabbruchs verwendet wird, d. h. die Methode, die ohne Komplikationen und mit dem gewünschten Ergebnis verläuft und die geringsten physischen Nebenwirkungen für die Frau mit sich bringt. Jede Frau, die die dänische Staatsbürgerschaft besitzt, hat in Dänemark das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch, auch ohne Überweisung des eigenen Arztes.

Die Behandlung ist kostenlos, sofern Sie dänische Staatsbürgerin sind.

UNTERSUCHUNG

Bevor der Eingriff vorgenommen wird, müssen Sie zu einer Voruntersuchung kommen. Dabei wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um festzustellen, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Außerdem muss bestätigt werden, dass eine Schwangerschaft in der Gebärmutter vorliegt. Anschließend beraten Sie gemeinsam mit dem Arzt darüber, ob ein medikamentöser oder ein chirurgischer Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden soll. Es wird empfohlen, medikamentöse Abbrüche vor Ende der 8.-9. Woche durchzuführen. 

Nach Ende der 9. Schwangerschaftswoche wird ein chirurgischer Schwangerschaftsabbruch empfohlen. Der Vorteil eines chirurgischen Schwangerschaftsabbruchs ist, dass Sie weniger lange Blutungen haben als bei einem medikamentösen Abbruch. Außerdem vermeiden Sie die wehenähnlichen Schmerzen, die Sie bei einem medikamentösen Abbruch empfinden (gegen die man jedoch Schmerzmittel erhält). 

Im Folgenden können Sie mehr über den Ablauf lesen.

VORBEREITUNG

Die Operation wird ambulant vorgenommen. Nach dem Eingriff müssen Sie einige Stunden lang in der Klinik bleiben. Da die Betäubung Nachwirkungen hat, ist es wichtig, dass ein Verwandter Sie abholt und sich den Rest des Tages um Sie kümmert. Es ist wichtig, vor der Operation mit dem Arzt zu besprechen, welche Medikamente Sie einnehmen, da es einige Präparate gibt, die im Zusammenhang mit der Operation nicht genommen werden dürfen.

Fastenregeln:

  • In den letzten sechs Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts essen
  • Sie können bis zu zwei Stunden vor der Operation Wasser und Saft trinken
OPERATION

Der Eingriff / die Ausschabung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Ihnen wird eine Infusion am Handrücken angelegt, über die das Betäubungsmittel verabreicht wird. Die Operation erfolgt über die Scheide und dauert ca. 15 Minuten. Sie erhalten ein Mittel, das die Gebärmutter zusammenzieht (Methergin).

NACHKONTROLLE

Zwei Wochen nach dem Eingriff müssen Sie zur Nachkontrolle kommen.

GUT ZU WISSEN

Blutungen: Sie können ca. zwei Wochen lang Blutungen haben. In der ersten Woche sind die Blutungen etwas stärker als normale Menstruationsblutungen; anschließend lassen sie nach. 

Schmerzen: Schmerzen sind nach dem Eingriff normal. Parazetamol sollte jedoch ausreichen, um die Schmerzen zu stillen.

Hygiene: Um eine Infektion zu vermeiden, dürfen Sie keine Tampons verwenden, bis die Blutungen aufhören. Vermeiden Sie nach dem Eingriff mindestens vier Wochen lang Wannenbäder, Schwimmbäder und das Schwimmen im Meer. Sie können aber ohne Probleme duschen.

Aktivitäten und Empfängnisverhütung: Sie können einige Tage nach dem Eingriff wieder arbeiten gehen. Warten Sie mit dem Geschlechtsverkehr, bis Sie nicht mehr bluten (oder benutzen Sie ein Kondom). Sie können am Abend nach dem Eingriff mit der Einnahme der Antibabypille beginnen. Wenn Sie sich für eine Spirale entscheiden, können Sie mit Ihrem Arzt einen Termin zum Einsetzen der Spirale vereinbaren.

NEBENWIRKUNGEN UND KOMPLIKATIONEN

Wenn Sie starke Schmerzen, Fieber, unangenehm riechenden Ausfluss oder anhaltend starke Blutungen haben, sollten Sie unbedingt die Klinik unter +45 8612 6121 oder +45 2320 4221 kontaktieren.