Eizellenscreening (PGS)

Als die einzige private Fertilitätsklinik in Skandinavien bietet die Aagaard Fertilitetsklinik Behandlung mit Eizellenscreening an, auch genetisches Präimplantationsscreening (PGS) genannt.

Während einigen der Kinderwunsch nach einer Fertilitätsbehandlung erfüllt wird, kommt es bei anderen zu einer Fehlgeburt nach der anderen, oder es kommt nie zu einer Schwangerschaft.

Wenn Sie Ihr Wunschkind nach einer Fertilitätsbehandlung nicht bekommen, können Sie sich entscheiden:

  • Keine Kinder zu bekommen
  • Zu einer Adoption
  • Ein genetisches Präimplantationsscreening (PGS) der befruchteten Eizellen vornehmen zu lassen

Ziel des PGS ist zu vermeiden, Eizellen mit Chromosomenanomalien wieder in die Gebärmutter einzusetzen. Mit dieser Methode erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft, während das Risiko einer Fehlgeburt sinkt.

WER KANN BEHANDELT WERDEN?

Wir bieten PGS für alle Patienten an, die diese Behandlungsform wünschen. PGS ist jedoch besonders relevant für Sie, wenn:

  • Sie älter als 36 Jahre sind
  • Sie bereits 3-4 Fehlgeburten nach einer IVF-Behandlung hatten
  • Sie 4 IVF-Behandlungen hatten, ohne schwanger zu werden

Für weitere Informationen bzgl. Ihrer Behandlungsmöglichkeiten steht Ihnen das Team der Klinik jederzeit gerne zur Verfügung.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN PGS UND PGD?
Tysk_PGS vs. PGD
SO FÜHREN WIR DAS PGS DURCH

Blastozystenstadium erreichen. Anschließend nehmen wir an jeder Eizelle (Blastozyste) eine Biopsie vor, indem wir ca. 5 Zellen von dem Teil der Eizelle entnehmen, der später zum Mutterkuchen wird. Die Blastozystenentwicklung ist eine Voraussetzung, um die Biopsie vornehmen zu können, da es ansonsten nicht möglich ist, den Unterschied zwischen der inneren Zellmasse (die später zum Fötus wird) und der äußeren Zellmasse (die später zum Mutterkuchen wird) zu sehen.

Tysk_Biopsi

Nachdem wir die Biopsie vorgenommen haben, wird die Eizelle eingefroren, und die entnommenen Zellen können nun auf die Chromosomenanzahl untersucht werden. Dieses erfolgt mit Hilfe des Genetiklabors CooperGenomics, England. Mit Hilfe von CooperGenomics identifizieren wir die Eizellen mit Chromosomenanomalien und sortieren diese aus und verwenden somit nur die Eizellen, bei denen nachgewiesen ist, dass 23 Chromosomenpaare vorhanden sind, d. h. dass die Eizellen eine normale Chromosomenanzahl haben.

KÖNNEN MEINE EIZELLEN DURCH EINFRIEREN UND AUFTAUEN ZU SCHADEN KOMMEN?

Blastozysten sind äußerst gefriertauglich und sterben daher selten durch Einfrieren oder Auftauen ab. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft bei einer Behandlung mit aufgetauten Blastozysten nahezu dieselbe wie bei der Anwendung frischer Blastozysten (siehe unsere Ergebnisse hier).

VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE BEHANDLUNG MIT PGS

MIKROINSEMINATION (ICSI)

PGS kann nur in Kombination mit einer Mikroinsemination (ICSI) erfolgen. Die Mikroinsemination unterscheidet sich von der gewöhnlichen IVF-Behandlung durch die Art der Befruchtung der Eizellen. Bei der gewöhnlichen IVF-Behandlung werden die Eizelle und das Sperma zusammengebracht, und die einzelne Samenzelle muss selbst ihren Weg in die Eizelle finden. Bei der Mikroinsemination wird eine einzelne Samenzelle direkt in die Eizelle gespritzt. Nur durch diese Methode können wir ganz sicher sein, dass die Biopsie der befruchteten Eizelle kein Erbmaterial von anderen Samenzellen als genau derjenigen, die die Eizelle befruchtet hat, enthält.

MEHR EIZELLEN ALS BEI EINER GEWÖHNLICHEN IVF

Bei einer normalen IVF-Behandlung werden durchschnittlich 8-9 Eizellen entnommen. Wenn man eine Behandlung mit PGS plant, ist es jedoch von Vorteil, wenn etwas mehr Eizellen entnommen werden. Grund dafür ist einerseits dass das Ergebnis der Chromosomenuntersuchung bei ca. 5 % aller Eizellen inkonklusiv sein wird, und andererseits werden mehr Eizellen als normal aussortiert, weil sie Chromosomenanomalien aufweisen.

WIE GROSS IST DIE ERFAHRUNG, DIE MAN MIT PGS HAT?

Die Methode ist seit 10 Jahren bekannt, jedoch wurden erst in den letzten Jahren Behandlungsserien veröffentlicht.

WIE SICHER IST DIE METHODE?

Die Methode ist nicht 100 % sicher. In einigen wenigen Fällen wird die Chromosomenuntersuchung fälschlicherweise anzeigen, dass die Eizelle eine Chromosomenanomalie aufweist, obwohl die Chromosomenanzahl normal ist. Somit kann es passieren, dass die Eizelle fälschlicherweise als untauglich eingestuft wird. 

Bisher wird die Behandlung mit PGS weltweit nur in einer kleinen Anzahl Kliniken ausgeführt, und nun auch in Dänemark. Somit ist nur eine begrenzte Anzahl an Kindern nach einer Behandlung mit PGS geboren. 

Die Zulassung zur Durchführung von Behandlungen mit PGS in der Aagaard Fertilitetsklinik wurde nach Prüfung und Genehmigung durch das regionale wissenschaftsethische Komitee Den Regionale Videnskabsetiske Komité erteilt.

UNSER TEAM

Unser PGS- und PGD-Team in der Aagaard Fertilitetsklinik besteht aus Chefarzt Jørn Aagaard, Laborchef Johnny Hindkjær, der klinischen Embryologin Malene Høeg und Professor und Oberarzt Dr.med. Jens Michael Hertz.